Datenschutzerklärung
Diese Anwendung verarbeitet Gesundheitsdaten — die besonders geschützte Kategorie nach Artikel 9 DSGVO. Deshalb steht hier ausführlich, was womit geschieht, einschließlich der Stellen, an denen der Schutz Grenzen hat.
Verantwortlicher
- Verantwortlicher im Sinne der DSGVO
- Franchcom Ltd & Co KG
Waaggasse 5/21, 1040 Wien, Österreich - Kontakt in Datenschutzfragen
- office@franchcom.at
Das Wichtigste zuerst
Wir wissen fast nichts über dich. Zwei Angaben speichern wir: den Namen, den du deiner Akte gibst — „Andreas" oder „Mama", frei gewählt und von uns nicht geprüft —, und deine E-Mail-Adresse, weil du dich damit anmeldest. Kein Geburtsdatum, keine Versicherungsnummer, keine Adresse. Vom Passwort liegt nur ein Prüfwert da, aus dem es sich nicht zurückrechnen lässt. Daneben gibt es weiterhin einen zufälligen Zugangsschlüssel als Notausgang.
Wir können deine Akte nicht öffnen. Von deinem Zugangsschlüssel liegt bei uns nur ein Prüfwert, aus dem er sich nicht zurückrechnen lässt. Wir könnten deine Unterlagen also auch dann nicht herausgeben, wenn jemand uns dazu auffordert.
Alles bleibt in Deutschland. Verarbeitung und Ablage laufen auf einem Server in Falkenstein, betrieben von der Hetzner Online GmbH. Es wird kein Dienst außerhalb der EU aufgerufen — keine Cloud-Texterkennung, kein externes Sprachmodell.
Was verarbeitet wird
| Daten | Zweck | Grundlage |
|---|---|---|
| Hochgeladene Dokumente (PDF, Scans, Fotos) | Ordnen, Werte zusammenführen, Kontrollintervalle finden | ausdrückliche Einwilligung, Art. 9 Abs. 2 lit. a |
| Daraus gelesene Laborwerte, Datumsangaben, Zitate | Verlauf über Jahre, Erkennung leerer Pflichtfelder | ausdrückliche Einwilligung, Art. 9 Abs. 2 lit. a |
| Zeitpunkt und Fassung der Einwilligung | Nachweis, worauf du dich eingelassen hast | rechtliche Verpflichtung, Art. 6 Abs. 1 lit. c |
| Prüfwert des Zugangsschlüssels | Zugriffsschutz für deine Akte | Vertragserfüllung, Art. 6 Abs. 1 lit. b |
| Name, den du deiner Akte gibst | Damit du deine Akte wiedererkennst, wenn du mehrere führst | Vertragserfüllung, Art. 6 Abs. 1 lit. b |
| Medikamentenliste, die du selbst einträgst | Damit du festhalten kannst, was du heute nimmst — die Dokumente sagen das nicht. Die Anwendung trägt hier nichts von selbst ein | Ausdrückliche Einwilligung, Art. 9 Abs. 2 lit. a |
| E-Mail-Adresse und Prüfwert deines Passworts | Anmeldung, und ein Rückweg, wenn du das Passwort vergisst | Vertragserfüllung, Art. 6 Abs. 1 lit. b |
| E-Mail-Adresse — zusätzlich, wenn du Erinnerungen einschaltest | Nachricht, dass in deiner Akte etwas ansteht | Einwilligung, Art. 6 Abs. 1 lit. a |
| Persönliche Unterlagen — nur, wenn du diesen Bereich eigens einschaltest: Ausweise, Urkunden, Bescheide, Verträge, Zeugnisse; daraus der lesbar gemachte Text, ein Vorschlag zur Art des Blattes und gedruckte Ablaufdaten | Ablegen, durchsuchen, an ein gedrucktes Ablaufdatum erinnern | Einwilligung, Art. 6 Abs. 1 lit. a — eigene, getrennte Einwilligung |
Persönliche Unterlagen sind ein eigener Bereich neben den Befunden, und er ist standardmäßig aus. Schaltest du ihn ein, gilt: Diese Blätter werden nicht medizinisch ausgewertet, nicht in Felder wie Passnummer oder Geburtsdatum ausgelesen und an niemanden weitergegeben. Sie liegen verschlüsselt wie alles andere. Widerrufst du diese Einwilligung, werden genau diese Unterlagen gelöscht — die Befunde bleiben. Unterlagen anderer Menschen legst du nur mit deren Wissen ab; das ist Teil der Einwilligung, die du gibst. Dieser Bereich liegt derzeit zur anwaltlichen Prüfung vor.
Ohne ausdrückliche Einwilligung im Upload-Schritt entsteht keine Akte. Das ist keine Formalie, sondern im Programm so gebaut: Ohne gesetztes Häkchen wird nichts angelegt und nichts gespeichert.
Erinnerungen per E-Mail
Erinnerungen sind freiwillig und standardmäßig aus. Schaltest du sie ein, gilt Folgendes:
- In der E-Mail steht nichts Medizinisches. Nur, dass in deiner Akte etwas ansteht, und ein Link hierher. Was genau, steht in der Akte hinter deinem Zugangsschlüssel. Der Grund: eine E-Mail liegt bei deinem Mailanbieter, oft außerhalb der EU, und wird häufig an einem Bildschirm gelesen, auf den andere sehen können.
- Erst nach Bestätigung. Die erste Nachricht fragt nur, ob die Adresse stimmt. Ohne Klick darauf wird nie wieder etwas an sie geschickt.
- Die Adresse liegt verschlüsselt in deiner Akte, wie alles andere auch. Es gibt keine getrennte Verteilerliste.
- Abmelden löscht die Adresse, es stellt sie nicht still. Der Link dafür steht in jeder Erinnerung und braucht keinen Zugangsschlüssel.
- Wird die Akte gelöscht, ist die Adresse mit gelöscht.
Zugestellt wird über einen E-Mail-Server in der EU. Ist auf dem Server keiner eingerichtet, gibt es die Funktion nicht — dann fragen wir auch nicht nach einer Adresse.
Wie gespeichert wird
Jede Datei wird mit AES-256-GCM verschlüsselt abgelegt. Verschlüsselt sind nicht nur die Inhalte, sondern auch die Dateinamen und Datumsangaben — dass eine Datei „Koloskopiebefund 2021.pdf“ heißt, ist für sich genommen schon eine Information. Auf der Festplatte stehen nur zufällige Kennungen und Größen.
Wird eine Datei verändert, fällt das beim Entschlüsseln auf und sie wird nicht gelesen, statt beschädigte Inhalte auszuwerten.
Wo der Schutz eine Grenze hat
Texterkennung und PDF-Werkzeuge können nur mit echten Dateien arbeiten, nicht mit verschlüsselten. Während der Auswertung liegt dein Dokument deshalb für die Dauer der Verarbeitung entschlüsselt in einem eigenen Verzeichnis mit engen Rechten. Danach wird es überschrieben und gelöscht, auch wenn zwischendurch ein Fehler auftritt.
Dieses Zeitfenster ließe sich nur mit anderen Werkzeugen ganz vermeiden. Wir nennen es hier, statt es zu verschweigen.
Ebenso offen: Die Verschlüsselung schützt gegen eine gestohlene Festplatte und gegen Sicherungskopien in fremder Hand. Sie schützt nicht gegen jemanden, der den laufenden Server übernimmt — dort muss der Schlüssel lesbar sein, damit die Anwendung arbeiten kann.
Löschung
Unter „Deine Akte“ gibt es einen Knopf, der alles entfernt: Dokumente, gelesene Werte, die gesamte Auswertung. Jede Datei wird vorher überschrieben. Danach wird dir angezeigt, wie viele Dateien und wie viele Bytes verschwunden sind.
Es gibt keinen Papierkorb und keine Wiederherstellung. Löschen heißt löschen.
Speicherdauer: Deine Akte bleibt, bis du sie löschst. Wird sie 18 Monate lang nicht geöffnet, löschen wir sie von uns aus. Aus Sicherungskopien verschwinden gelöschte Akten spätestens nach 30 Tagen.
Verlierst du den Zugangsschlüssel, kommt niemand mehr an die Akte — auch wir nicht. Wir können sie dann weder herausgeben noch auf Zuruf löschen; sie verfällt nach der oben genannten Frist.
Beim bloßen Besuch der Seite
Die Seiten werden von Vercel Inc. ausgeliefert. Dabei fallen technisch notwendige Server-Protokolle an: IP-Adresse, Zeitpunkt, aufgerufene Adresse, Browserkennung. Rechtsgrundlage ist das berechtigte Interesse am sicheren Betrieb (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
Vercel sieht keine Gesundheitsdaten. Von dort kommt nur die Seite selbst. Deine Dokumente gehen direkt aus deinem Browser an unseren Server in Falkenstein und berühren Vercel nicht.
Es werden keine Cookies gesetzt, kein Tracking eingesetzt und keine Reichweitenmessung durchgeführt. Deshalb gibt es hier auch kein Cookie-Banner. Die Schriftarten liefern wir selbst aus; es wird kein Google-Dienst aufgerufen.
Der Zugangsschlüssel wird im lokalen Speicher deines Browsers abgelegt, damit du zurückfindest. Er verlässt dein Gerät nur, um deine Akte zu öffnen.
Empfänger
| Empfänger | Rolle | Ort |
|---|---|---|
| Hetzner Online GmbH Gunzenhausen, Deutschland | Server für Verarbeitung und Ablage Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO seit 22.08.2026 | Falkenstein, Deutschland |
| Vercel Inc. | Auslieferung der Seiten, keine Gesundheitsdaten | USA, mit EU-Standardvertragsklauseln |
Weitere Empfänger gibt es nicht. Texterkennung und Auswertung laufen auf demselben Server, ohne fremde Dienste.
Schaltest du Erinnerungen ein, kommt der E-Mail-Server hinzu, über den zugestellt wird. Er steht in der EU und sieht nur deine Adresse und den Satz, dass etwas ansteht — keine Befunde, keine Werte, keine Diagnosen.
Was mit Hetzner vereinbart ist
Mit der Hetzner Online GmbH besteht seit dem 22.08.2026 ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Artikel 28 DSGVO. Darin ist festgehalten, dass Hetzner die Daten ausschließlich nach unserer Weisung verarbeitet und dass die Verarbeitung ausschließlich in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union stattfindet. Als Datenarten sind darin unter anderem Gesundheitsdaten als besondere Kategorien nach Artikel 9 ausdrücklich benannt.
Die technischen und organisatorischen Maßnahmen von Hetzner werden jährlich vom TÜV Rheinland geprüft. Sie sind öffentlich dokumentiert: Technische und organisatorische Maßnahmen bei Hetzner.
Den Vertrag und den Prüfbericht können wir hier nicht veröffentlichen — der Prüfbericht ist von Hetzner ausdrücklich als vertraulich gekennzeichnet, und der Vertrag enthält Angaben unseres Dienstleisters, die nicht uns gehören. Wer ein berechtigtes Interesse hat, etwa eine Aufsichtsbehörde, bekommt beides auf Anfrage.
Deine Rechte
- Auskunft darüber, welche Daten wir zu dir haben (Art. 15)
- Berichtigung unrichtiger Daten (Art. 16)
- Löschung (Art. 17) — der Knopf unter „Deine Akte“
- Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18)
- Datenübertragbarkeit (Art. 20)
- Widerspruch gegen Verarbeitungen auf Grundlage berechtigter Interessen (Art. 21)
- Widerruf deiner Einwilligung, jederzeit und mit Wirkung für die Zukunft (Art. 7 Abs. 3)
Weil wir dich nicht kennen, brauchen wir für Auskunft und Übertragbarkeit deinen Zugangsschlüssel — sonst könnten wir jedem beliebigen Anfragenden fremde Krankenakten herausgeben. Eine formlose Nachricht an office@franchcom.at genügt.
Beschwerderecht
Du kannst dich bei der Aufsichtsbehörde beschweren:
Österreichische Datenschutzbehörde
Barichgasse 40–42, 1030 Wien
www.dsb.gv.at
Was diese Anwendung nicht tut
FranchMedArchiv ist ein Dokumenten- und Erinnerungswerkzeug und kein Medizinprodukt. Es stellt keine Diagnosen und gibt keine Therapieempfehlungen. Angezeigte Hinweise stammen wörtlich aus deinen eigenen Dokumenten oder aus öffentlich zugänglichen österreichischen Vorsorge-Regelungen und tragen ihre Quelle bei sich.
Deine Dokumente werden nicht für Forschung, Statistik, Werbung oder das Training von Software verwendet. Sie werden nicht verkauft und nicht geteilt.
- Auftragsverarbeitungsvertrag mit Vercel abschließen (Art. 28)
- Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten (Art. 30) — Entwurf liegt vor, anwaltlich zu prüfen
- Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 35) — Entwurf liegt vor, anwaltlich zu prüfen
- Prüfen, ob ein Datenschutzbeauftragter benötigt wird (Art. 37)
- Automatische Löschung nach 18 Monaten ist beschrieben, aber noch nicht gebaut
- Es gibt noch keine Sicherung. Der Satz oben über Sicherungskopien beschreibt daher einen künftigen Zustand — derzeit bedeutet ein Plattenschaden den Verlust der Akte
- Ausgabe der eigenen Akte als Datei (Art. 20) ist noch nicht gebaut
- Ob die Einwilligung trägt, wenn Angehörige fremde Befunde hochladen, ist ungeklärt